Definition
Eine Sippschaft bezeichnet das Verhältnis der Blutsverwandtschaft innerhalb einer vaterrechtlich organisierten Gruppe.
Paul, Herbert und Werner Böni in den 40er Jahren. Sie sind die Kinder von Maria Petrett-Böni und Werner Böni
Die Sippschaft Böni bezieht sich auf Familienmitglieder welche mit Maria Petrett-Böni und Werner Böni verwandt sind.
Folgendes Dokument wurde durch das Staatsarchiv St. Gallen zur Veröffentlichung bereitgestellt: Böni Wappen
Quellenverzeichnis Staatsarchiv St.Gallen, ZFD 2/0200
Ein radikaler Exponent – Joseph Böni in den 1920er Jahren (1895 – 1974): PDF Auszug
Quellenverzeichnis ETH Zürich – e-periodica.ch
Die Böni`s stammen von korsischen Piraten ab
Vom 5. bis 11. Oktober 2006 haben die Nachkommen der Familie Albert Böni-Forster sel. eine Reise nach Korsika unternommen. Die Reise wurde vom Mosnanger Franz Böni und Rita Böni organisiert und führte über Bastia, Saint Florent, Calvi, Corte, Aleria nach Bonifacio.
Korsische Piraten als Vorfahren
Aufgrund geschichtlicher Forschungen eines Bruders und eines Sohnes von Albert Böni-Forster sel., nämlich Pfarrer Josef Böni sel. und Albert Böni-Keller sel., verdienten sich die Böni-Vorfahren einst als Seeräuber in der Meeresstrasse von Bonifacio ihren Unterhalt. Im Laufe der Zeit siedelten sich Böni in Amden an (Bürgerort der Böni), wo sie als Fährmänner auf dem Walensee tätig waren. Später übersiedelte ein Zweig der Bönis ins Toggenburg.
Im Toggenburg ansässig
In Bazenheid führte Albert Böni-Forster sel. ein Holzbaugeschäft, das von seinem Vater begründet wurde und später von seinen Söhnen Albert Böni-Keller sel. und Franz Böni-Zwicky sel. fortgeführt wurde. Die genannten Brüder und ihre Schwestern Marta Böni sel., Margrit Strässle-Böni sel. und Agnes Scherer-Böni sel. verband zeitlebens der Stolz,von Seeräubern abzustammen.
Familienwappen Schiffssteuer
Das Abstammen von Seeräubern wird unter anderem durch das Familienwappen dokumentiert – Schiffssteuer umrandet von zwei grünen Zweigen mit dem Meer als Hintergrund.
Ergreifender Gedenkakt
Eindrücklich und ergreifend war für alle der Gedenkakt an die verstorbenen Vorfahren auf der Meeresstrasse von Bonifacio sowie der Empfang durch die stv. Bürgermeisterin von Bonifacio. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Reise haben hinreichend bei Wein, Weib und Gesang, gepaart mit viel Humor, unter Beweis gestellt, dass sie von Seeräubern abstammen müssen. Auch geschichtliche Forschungen vor Ort lassen keinen andern Schluss zu. Franz Böni
Der Artikel wurde durch die St. Galler Tagblatt AG zur Veröffentlichung bereitgestellt
Quellenverzeichnis http://www.tagblatt.ch/altdaten/tagblatt-alt/tagblattheute/tt/ttat/art764,560451



Eure Homepage gefällt mir. Möchte noch mehr wissen über die Böni`s .
Mit freundlichen Grüssen
Marcel Böni
Hallo liebe Sippschaft
Herzlichen Dank für die tolle Info.
Könnt ihr mir evtl. mehr Infos zukommen lassen?
Liebe Grüsse
Eveline Böni
Eure Homepage gefällt mir. Möchte gerne mehr über die Bönis erfahren.
Mit freundlichen Grüssen
Rita Meier-Böni
Ja, Joseph Böni, von Bazenheid, später von Trogen, wie er selbst firmierte, war mein Philosophielehrer an der Kantonsschule Trogen. Er war bekanntlich in seinen früheren Jahren katholischer Priester. Nach seiner Weihe 1918 Domvikar an der Kathedrale St. Gallen, dann Rektor an der katholischen Kantonsrealschule, Antimodernnist mit seiner interessanten Schrift „Wider die modernen Schwarmgeister“, Mitbegründer der antijüdischen sogenannten Christenwehr. 1926 Übertritt zum Protestantismus, Heirat mit Elsa Haeberlin aus Zürich, Leiter eines Mädcheninstituts, 1935 protestantischer Pfarrer, Freimaurer, 1941 Großmeister der Freimaurerloge Alpina, nach 1957 Wegzug nach Bern, wo er verstorben. Er hatte zwei Söhne und Namensträger, einer war Dr.med im Kt., der andere Dr.med.vet.,beide Söhne sind verstorben. Eine bewegte Vergangenheit…!
Ja, manchmal ließ Joseph Böni uns einen Blick in seine bewegte Vergangenheit tun. So erzählte er uns, daß er anlässlich seines Theologiestudiums am Priesterseminar Chur den Dogmatiker und späteren Bischofskoadjutor von Chur Anton Gisler gehört habe, den er als „Modernistentoeter“ bezeichnete, da er im Jahre 1912 ein umfangreiches, über 600 Seiten zählendes magistrale Werk über den katholischen Modernismus verfasste, das auch heute noch lesenswert ist.
Nachdem er das Theologiestudium an der katholischen Universität Fribourg LGfortsetzte, hörte er den damals bekannten Dominikanerpater Albert Maria Weiß, der durch seine Werke über die Verteidigung des Christentums bekannt geworden ist. Auch der Historiker Kaspar Decurtins aus dem Bündnerland, der auch als „Löwe von Truns“ bezeichnet wird und im Modernistenstreit eine wichtige Rolle spielte, war ihm bestens bekannt.
Auch seine aktive Rolle im katholischen Schweizerischen Studentenvereins StV muss hier erwähnt werden.
In ganz anderer Richtung ging seine, im Jahre 1935 beginnende Tätigkeit als protestantischer Pfarrer in Trogen. Hier war er maßgeblich an der Gründung des sogenannten Pestalozzidorfes, das nach 1945 für Kriegswaisen errichtet wurden. Zusammen mit seinem Freund Walter Robert Corti, dem Herausgeber der Zeitschrift DU, sorgte er dafür, daß dieses Kinderdorf nach Trogen kam.
In der Tat Josef Boeni war in seinen jungen Priesterjahren in St. Gallen, ein entschiedener Antimodernist, wie ihn Papst Pius X.in seinen zahlreichen Verlautbarungen beschrieben hat. Auch sein Werk „Die Schwarmgeister“ , die er in der St. Galler Leobuchhandlung erscheinen ließ, weist klar in diese Richtung. So behandelte er dort ausführlich die Christian Science, die Christliche Wissenschaft, da sie damals in St. Gallen ein grosses kirchenähnliches Gebäude erstellen ließ, das heute noch besteht. Auch war er ein überzeugter Unterstützer der sogenannten Christenwehr, die einen eindeutigen antisemitischen Bezug aufwies, die ich aber keineswegs tadele. Ich werde hier unwillkürlich an das Schriftwort aus dem Römerbrief Kapitel 8, Vers 15 erinnert : „Denn alle, die vom Geiste Gottes getrieben werden, sind Söhne Gottes“.
Ich komme zurück zu meinen Erinnerungen an Joseph Boeni. Wie wurde Boeni plötzlich Protestant und Freimaurer, er, der in seiner katholischen Zeit erklärter Antimodernist war ? Ein Erklaerungsversuch ist folgender. Boeni war bekanntlich auch Feldprediger der Schweizer Armee. Als solcher kam er mit den verschiedensten Menschen in Berührung und lernte auch deren Weltanschauungen, die keineswegs nur christlich waren, kennen. So ist es durchaus möglich, dass er sich Protestanten und Freimaurern anfreundete. Die andere Erklärung ist die, daß eine Frau im Spiele war, er sich mit ihr einliess und so das Zoelibatsgesetz eines katholischen Priesters verletzte. Wer war nun diese Frau, die er kennengelernt haben muss und später auch seine Ehefrau wurde. ?
(Fortsetzung folgt)
Die Heirat mit Elsy Haeberlin, die er wahrscheinlich schon früher kennengelernt hatte, wirkte sich auf sein Leben verheerend aus. Als katholischer Priester war seine Stellung dadurch unmöglich geworden. Das gab er auch dem Bischof Robertus Buerkler, der ihn einst 1918 zusammen mit anderen Priesterkandidaten wie Maquillon aus Flums und Paul Stärke, den künftigen Stiftsarchivar aus Lichtensteig, zum Priester geweiht hatte, bekannt. Dann kam noch seine Konversion zum Protestantismus dazu, später auch zur kirchenfeindlichen Freimaurerei, in der er es im Jahre 1941 zum Großmeister der Großlogen ALPINA gebracht hat. Eine lustige, bedeutungsvolle Begegnung gab es, so erzählte er es uns, mit seinem ehemaligen Kursgenossen Dr. Paul Stärke, Stiftsarchivar. Josef Boeni war ein leidenschaftlicher Autofahrer mit seinem Auto mit der Nummer AR 1271. So war er einmal mit seinem Auto im Hinterthurgau in der Nähe von Dussnang unterwegs. Da kam es überraschender Weise mit seinem einstigen Kurskollegen Paul Stärke zu einer Begegnung. Stärkle war offenbar im Kurhaus Dussnang zur Kur und spazierte in der Umgebung. Da kam Josef Boeni mit seinem Auto, erkannte Stärkle, hielt an und letzterer sagte erstaunt “ da isch jo de Josef Boeni“. Was die beiden miteinander sprachen, entzieht sich meiner Kenntnis.
Meine Grossmutter Marie Böni-Hollenstein Jg. 1893 hatte einen Schrank, welcher gemäss Erählungen ein Vorfahre ihres Mannes aus Amden auf dem Rücken über die Amder Höhe getragen hatte, einem Antiquitätenhändler für ein Trinkgeld verkauft. Ihre Nachkommen machten ihr deswegen grosse Vorwürfe.
Franz Böni, ehemals Friedlingen Mosnang, gerade Besuch in Bonifacio